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Aktualisiert: 18. Mai 2020

Ruedi Noser verschrie den Vorschlag von Mattea Meyer als Populismus und setzte sich für die Ausschüttung der Dividenden ein, da dies eine legale Handlung sei. Wahrscheinlicher ist aber der Gedanke, dass auch Herr Noser von dieser Legalität in höchsten Massen profitiert; als Alleinaktionär der Noser Management AG kann er die Dividenden vollumfänglich alleine einstreichen.

Nichts desto trotz zeigt der Ständerat Ruedi Noser auch seine solidarische Seite: So erklärt er der Nationalrätin Meyer bisweilen das "reale Leben" aufgrund der Tatsache, dass er selber dazumals eine Berufslehre abgeschlossen habe. Und dabei verschweigt, dass er auch über Abschlüsse prestigeträchtiger Hochschulen wie der Hochschule Sankt Gallen oder der Universität Zürich verfügt und ein Fachhochschulstudium abgeschlossen hat.

Somit dient seine Person als perfektes Abbild des neoliberalistischen Gedankens, dass durch Selbstverantwortung, Pflichtbewusstsein und harter Arbeit aus einem Tellerwäscher doch einmal ein Millionär werden kann - man(n) muss es einfach nur wollen.

"Die Wirtschaft" steht dabei im Hintergrund als eine Art "Quasi-Religion"; etwas Absolutes und Natürliches, was es schon immer gegeben hat. Dass diese Religion aber leider nicht auf einer Moral basiert, welche beispielsweise verhindert, dass Dividenden trotz Kurzarbeitsantrag fliessen, lässt an ihr zweifeln. Ebenso zweifelhaft ist es, dass die Gläubigen die zugrunde liegenden religiösen Strukturen völlig verkennen und dass sie das Kapital über die Leben der Menschen stellen, denen die eigene Lebensrealität täglich um die Ohren fliegt.


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In dieser speziellen Zeit ist Solidarität zwischen Frauen* mehr denn je gefragt. Einige bekannte Gesichter haben das leider bis jetzt nicht verstanden und die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass sie das auch nie tun werden. So hat beispielsweise Frau Martullo-Blocher anstatt solidarisch mit ihren Mitarbeitenden zu sein einige davon kurzerhand entlassen, während sie an sich selbst und ihre Schwestern Dividenden von 380 Millionen Franken ausschüttete. Damit fährt sie einen noch härteren Kurs als Firmen, welche Dividenden ausschütten und gleichzeitig Kurzarbeit anmelden.

Eine andere mehr oder weniger bekannte unsolidarische Frau* ist die liebe Michèle Binswanger, welche es nicht lassen kann, alte Geschichten wieder hervorzukramen und dabei andere Frauen* zu verunglimpfen.

Dabei vereint die beiden der Aberglaube, dass weibliche Emanzipation darin besteht, männliche Geschlechterideale nachzuahmen und damit erfolgreich zu sein.

Dies ist ebenso unnötig wie wenn Frauen* andere Frauen* aufgrund ihres Aussehens oder ihrer Kleidung oder welcher Oberflächlichkeit auch immer in eine gewisse Ecke stellen und von Vorurteilen behaftete Meinungen über diese haben.

Das ist sehr schade und umfeministisch. Denn zusammen waren und sind wir einfach immer stärker!

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Zur Zeit wird uns allen aufgezeigt, was Frauen für die Gesellschaft leisten, ob bezahlt oder unbezahlt. Auch während der Krise sind es die Frauen, welche mehrheitlich als Pflegende arbeiten, in der KITA oder zuhause auf die Kinder aufpassen und noch dazu den Haushalt schmeissen. Momentan sind sie aber auch noch als Lehrerinnen gefragt und müssen gleichzeitig schauen, dass die Kinder zuhause die im Homeoffice (lohn-)arbeitenden Väter nicht stören. Folglich wird sich der monetäre Wert der unbezahlten Arbeit, welche die Frauen in der Schweiz im Jahr leisten - 248 Milliarden (!) - noch erhöhen...

Um diese Missverhältnisse muss sich die Politik kümmern! Wir setzen uns ein für Elternzeit, für Lohngleichheit und für die monetäre Anerkennung aller unbezahlten aber auch bezahlten Care-Arbeit!

Und auch privat kann sehr wohl etwas getan werden: Männer, helft den Frauen im Haushalt, bei der Betreuungsarbeit oder bei der Pflege, setzt euch ein für eure Wünsche (z.B. für eine gerechte Vaterzeit) und hinterfragt eure Männlich*- als auch Fraulich*keit.

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