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Ruedi erklärt das reale Leben

Aktualisiert: Mai 18

Ruedi Noser verschrie den Vorschlag von Mattea Meyer als Populismus und setzte sich für die Ausschüttung der Dividenden ein, da dies eine legale Handlung sei. Wahrscheinlicher ist aber der Gedanke, dass auch Herr Noser von dieser Legalität in höchsten Massen profitiert; als Alleinaktionär der Noser Management AG kann er die Dividenden vollumfänglich alleine einstreichen.

Nichts desto trotz zeigt der Ständerat Ruedi Noser auch seine solidarische Seite: So erklärt er der Nationalrätin Meyer bisweilen das "reale Leben" aufgrund der Tatsache, dass er selber dazumals eine Berufslehre abgeschlossen habe. Und dabei verschweigt, dass er auch über Abschlüsse prestigeträchtiger Hochschulen wie der Hochschule Sankt Gallen oder der Universität Zürich verfügt und ein Fachhochschulstudium abgeschlossen hat.

Somit dient seine Person als perfektes Abbild des neoliberalistischen Gedankens, dass durch Selbstverantwortung, Pflichtbewusstsein und harter Arbeit aus einem Tellerwäscher doch einmal ein Millionär werden kann - man(n) muss es einfach nur wollen.

"Die Wirtschaft" steht dabei im Hintergrund als eine Art "Quasi-Religion"; etwas Absolutes und Natürliches, was es schon immer gegeben hat. Dass diese Religion aber leider nicht auf einer Moral basiert, welche beispielsweise verhindert, dass Dividenden trotz Kurzarbeitsantrag fliessen, lässt an ihr zweifeln. Ebenso zweifelhaft ist es, dass die Gläubigen die zugrunde liegenden religiösen Strukturen völlig verkennen und dass sie das Kapital über die Leben der Menschen stellen, denen die eigene Lebensrealität täglich um die Ohren fliegt.


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